Holzterrasse oder Terrasse aus Platten und Stein
Das ist die erste Frage, denn beide Arten pflegt man unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen das Prinzip der Reihenfolge, also zuerst gründliche Reinigung, dann Schutz, doch Mittel und Vorgehen unterscheiden sich.
- Eine Holzterrasse braucht eine Holzwäsche, bei Bedarf einen Anschliff und danach ein Imprägniermittel für Außenholz.
- Eine Terrasse aus Betonplatten, Feinsteinzeug oder Pflastersteinen reinigst du mit einem Mittel für die jeweilige Oberfläche und schützt sie danach mit einer Imprägnierung oder Beschichtung.
Tipp
Hast du eine Holzterrasse, schau auch in den Ratgeber zum Imprägnieren von Holz, und bei einer Terrasse aus Stein oder Platten in den Ratgeber zum Imprägnieren von Pflastersteinen. Dort findest du den vollständigen Ablauf für die jeweilige Oberfläche.
Die häufigsten Probleme auf der Terrasse
- Grüner Belag und Algen an schattigen, feuchten Stellen.
- Vergrauen des Holzes unter Sonne und Feuchtigkeit.
- Schlieren und Flecken von Laub, Blumentöpfen und Essen.
- Rutschige Oberfläche nach Regen, besonders dort, wo sich Belag gebildet hat.
Terrasse reinigen Schritt für Schritt
- 1Die Terrasse räumen. Nimm Möbel und Blumentöpfe weg, kehre Laub und losen Schmutz. So erreichst du die ganze Fläche.
- 2Das Mittel zur Oberfläche wählen. Auf Holz nutzt du einen Holzreiniger, auf Platten, Feinsteinzeug und Stein ein Mittel für die jeweilige Fläche.
- 3Das Mittel auftragen und einwirken lassen. Verteile das Mittel gleichmäßig und warte die auf dem Etikett angegebene Zeit ab. Schwierige Stellen bürstest du nach.
- 4Abspülen und trocknen lassen. Spüle die Fläche gründlich ab und lass sie trocknen. Das ist die Voraussetzung für einen wirksamen Schutz im nächsten Schritt.
Hinweis
Auf Holz und dünnen Platten bleib maßvoll mit dem Druck des Hochdruckreinigers. Ein zu starker Strahl hebt die Holzfasern an und kann die Oberfläche der Platten sowie die Fugen beschädigen.
Die Terrasse nach der Reinigung schützen
Eine saubere und trockene Terrasse ist der beste Moment für den Schutz. Holz schützt du mit einem Imprägniermittel für Außenholz, das die Wasseraufnahme begrenzt und das Vergrauen verlangsamt. Eine Terrasse aus Platten, Feinsteinzeug oder Pflastersteinen schützt du mit einem Mittel für die jeweilige Oberfläche, einer Imprägnierung oder Beschichtung, je nach gewünschtem Effekt.
Wie immer machst du vor der Arbeit an der ganzen Fläche eine Probe an einer wenig sichtbaren Stelle, um Wirkung und Saugfähigkeit zu beurteilen.
Die häufigsten Fehler bei der Terrassenpflege
- Eine schmutzige oder feuchte Fläche schützen, wodurch das Problem eingeschlossen wird.
- Zu hoher Druck des Hochdruckreinigers, der Holz oder Platten beschädigt.
- Die Probe weglassen und vom Aussehen nach dem Auftragen überrascht werden.
- Arbeiten kurz vor Regen oder in praller Hitze.
- Die Pflege aufschieben, wodurch Holz vergraut und Belag stärker einwächst.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Terrasse pflegen?
Die Terrasse reinigst du laufend und gründlich, sobald sich Belag bildet oder das Holz zu vergrauen beginnt. Den Schutz frischst du auf, wenn das Wasser nicht mehr auf der Oberfläche perlt. Die genaue Haltbarkeit des Mittels gibt sein Datenblatt an.
Muss eine Holzterrasse geschliffen werden?
Neues und gepflegtes Holz meist nicht. Eine alte, graue oder raue Terrasse oft schon, denn der Schliff legt gesunde Fasern frei und verbessert das Eindringen des Imprägniermittels.
Womit schütze ich eine Terrasse aus Betonplatten?
Mit einem Mittel für die jeweilige Oberfläche, einer eindringenden Imprägnierung für ein natürliches Aussehen oder einer Beschichtung, wenn du die Farbe betonen möchtest. Die Wahl hängt vom gewünschten Effekt ab, den du in der Produktbeschreibung findest.
Wird eine geschützte Terrasse rutschig?
Eindringende Imprägnierungen verändern die Rutschfestigkeit nicht sichtbar. Bei Beschichtungen, besonders auf Holz und an feuchten Stellen, achtest du auf die Rutschfestigkeit und richtest dich nach den Angaben auf dem Produktdatenblatt.



