Warum Naturstein besondere Vorsicht verlangt
Naturstein ist ein sehr unterschiedliches Material. Sandstein saugt anders als Granit, und heller Marmor reagiert anders als dunkler Stein. Sogar dieselbe Charge kann sich je nach Element in der Saugfähigkeit unterscheiden. Deshalb gibt es kein einheitliches Rezept für den ganzen Stein, und umso wichtiger wird die Probe vor der Arbeit.
Ein Mittel auf Stein kann nicht nur schützen, sondern auch das Aussehen verändern, vor allem die Farbe vertiefen. Bei hellen und empfindlichen Steinen solltest du das besonders sorgfältig prüfen.
Wofür du Naturstein imprägnierst
- Begrenzung der Wasseraufnahme, und außen zusätzlich eine bessere Frostbeständigkeit.
- Geringere Anfälligkeit für Flecken, was auf Arbeitsplatten, Fensterbänken und Böden zählt.
- Leichtere Pflege und langsameres Verschmutzen.
- Auf Fassaden und Zäunen aus Stein langsameres Bewachsen und weniger Schlieren.
Naturstein innen und außen
Stein im Innenbereich, zum Beispiel Arbeitsplatten, Fensterbänke und Böden, schützt man vor allem vor Feuchtigkeit und Flecken, auch fettigen. Stein im Außenbereich, also Fassaden, Zäune und Beläge, muss zusätzlich Wasser, Sonne und Frost standhalten. Die Wahl des Mittels beginnt also mit der Frage, wo sich der Stein befindet.
Tipp
Bei Stein in Küche und Bad achte in der Produktbeschreibung auf die Beständigkeit gegen Flecken und den Kontakt mit Wasser. Bei Stein im Außenbereich zählt die Beständigkeit gegen Witterung.
Vorbereitung des Steins
Der Stein muss sauber, trocken und frei von alten Beschichtungen sein. Verschmutzungen und Flecken entfernst du vor der Imprägnierung, denn das Mittel schließt sie ein. Die allgemeinen Regeln der Untergrundvorbereitung beschreiben wir in einem eigenen Ratgeber, und die Regel Nummer eins bei Stein lautet, zuerst die Probe.
Naturstein imprägnieren Schritt für Schritt
- 1Eine Probe an einer unauffälligen Stelle machen. Das ist der wichtigste Schritt bei Stein. Du prüfst die Saugfähigkeit und eine mögliche Farbveränderung, bevor du dich an die ganze Fläche machst.
- 2Die Oberfläche reinigen und trocknen lassen. Entferne Schmutz und Flecken und lass den Stein gründlich trocknen.
- 3Das Mittel zum Einsatz wählen. Getrennt für Stein im Innenbereich und im Außenbereich, gemäß der Produktbeschreibung.
- 4Das Mittel gleichmäßig auftragen. Verteile das Mittel dünn und ohne Pfützen. Überschuss auf der Oberfläche kann Spuren hinterlassen.
- 5Überschuss entfernen und abwarten. Wenn das Mittel es verlangt, nimmst du den Überschuss gemäß Anleitung ab, und lässt die Oberfläche dann die auf dem Datenblatt angegebene Zeit abbinden.
Die häufigsten Fehler beim Imprägnieren von Stein
- Die Probe weglassen, was bei Stein am teuersten sein kann.
- Auftragen auf feuchten oder verschmutzten Stein.
- Überschüssiges Mittel liegen lassen, das Flecken und Schlieren hinterlässt.
- Ein Außenmittel im Innenbereich verwenden und umgekehrt.
- Übersehen, dass heller Stein anders reagiert als dunkler.
Häufige Fragen
Verändert das Imprägniermittel die Farbe des Steins?
Das kann sein. Manche Mittel vertiefen die Farbe und erzeugen einen leicht benetzten Steineindruck, andere bewahren das natürliche Aussehen. Bei Naturstein prüfst du das immer mit einer Probe, denn die Reaktion ist sehr unterschiedlich.
Kann ich eine Arbeitsplatte oder Fensterbank aus Stein schützen?
Ja, vorausgesetzt du wählst ein Mittel für Stein im Innenbereich mit entsprechender Beständigkeit gegen Flecken und Wasser. Die Oberfläche muss sauber und trocken sein, und vor der Arbeit lohnt sich eine Probe.
Wie oft muss ich die Imprägnierung von Stein auffrischen?
Das Signal ist die Rückkehr der Wasseraufnahme und eine größere Anfälligkeit für Flecken. Die Häufigkeit hängt vom Einsatz und Produkt ab, deshalb findest du die Haltbarkeit auf dem Datenblatt des Mittels.
Kann man jeden Stein imprägnieren?
Die meisten Steine lassen sich schützen, doch die Reaktion ist unterschiedlich, deshalb entscheiden die Probe und die im Produktdatenblatt beschriebene Eignung für die jeweilige Steinart.



