Warum die Vorbereitung über das Ergebnis entscheidet
Ein Imprägniermittel wirkt dann, wenn es irgendwohin eindringen und mit etwas abbinden kann. Bleiben auf der Oberfläche Schmutz, Fett oder Feuchtigkeit, dringt das Mittel entweder nicht dorthin ein, wo es soll, oder es schließt die Verschmutzungen unter sich ein. Das Ergebnis ist schwächer, ungleichmäßig und weniger haltbar.
Deshalb ist die Vorbereitung des Untergrunds kein Schritt, den man abkürzen kann. Sie ist das Fundament der ganzen Arbeit. Drei Bedingungen wiederholen sich unabhängig von der Oberfläche, nämlich sauber, trocken und saugfähig.
Sauber
Die Oberfläche muss frei von Schmutz, Staub, Belägen und losen Teilen sein. Auf Pflastersteinen und Fassade entfernst du Vergrünung und Verschmutzungen mit einem Reiniger, Holz wäschst du und schleifst es bei Bedarf an. Jede Verschmutzung, die bleibt, landet unter dem Mittel und bleibt dort.
Trocken
Wasser in der Struktur des Untergrunds blockiert das Eindringen des Mittels und führt zu Schlieren. Die Oberfläche muss nicht nur oben trocken sein, sondern auch knapp darunter. Nach Regen oder nach dem Waschen musst du dem Material Zeit zum Trocknen geben, und im Zweifel länger warten.
Tipp
Ein einfaches Zeichen für Feuchtigkeit sind dunklere Fugen und Senken. Sind die Fugen nach dem Abtrocknen der Oberfläche noch dunkel, steckt im Material noch Wasser und mit der Imprägnierung musst du warten.
Fettfrei und saugfähig
Fettflecken, Reste alter Beschichtungen und Verschmutzungen verringern die Saugfähigkeit. Auf der Einfahrt entfernst du Ölflecken, auf Holz schleifst du die graue, abgestorbene Schicht ab, und bei zuvor gestrichenen Flächen prüfst du, ob das Mittel überhaupt eindringen kann. Eine saugfähige Oberfläche ist eine, die Wasser aufnimmt, und nicht eine, auf der das Wasser spurlos abläuft.
Saugprobe und Feuchteprobe
Zwei einfache Proben ersparen dir später einigen Ärger.
- Saugprobe. Gib etwas Wasser auf die Oberfläche. Zieht es ein und dunkelt nach, ist der Untergrund saugfähig und bereit für das Mittel. Perlt das Wasser ab und bleibt stehen, ist das Material wenig saugfähig oder trägt noch Reste eines alten Schutzes.
- Feuchteprobe. Beobachte nach Regen oder Wäsche die Fugen und Senken. Eine dunklere Farbe bedeutet, dass noch Wasser im Inneren ist.
- Produktprobe. Trage unabhängig davon das Mittel an einer kleinen, unauffälligen Stelle auf, um Wirkung und Verbrauch zu beurteilen.
Untergrund vorbereiten Schritt für Schritt
- 1Losen Schmutz und Bewuchs entfernen. Kehre die Oberfläche, entferne Unkraut aus den Fugen und sammle lose Verschmutzungen auf.
- 2Waschen und Beläge sowie Flecken entfernen. Nutze ein Mittel passend zur Oberfläche. Schwierige Flecken wie Öl oder Rost behandelst du gesondert.
- 3Bei Bedarf anschleifen oder ausbessern. Auf Holz schleifst du die graue Schicht ab, auf anderen Oberflächen füllst du Lücken und Fugen auf.
- 4Die Oberfläche gründlich trocknen lassen. Warte, bis das Material auch knapp unter der Oberfläche trocken ist. Das ist die Voraussetzung einer wirksamen Imprägnierung.
- 5Proben durchführen. Prüfe Saugfähigkeit und Feuchte und mach dann eine Produktprobe, bevor du das Mittel auf die ganze Fläche aufträgst.
Die häufigsten Fehler bei der Untergrundvorbereitung
- Eile und eine verkürzte Trockenzeit.
- Imprägnieren einer schmutzigen oder fettigen Oberfläche.
- Die Saugprobe weglassen, sodass das Mittel dorthin gelangt, wo es nicht eindringen kann.
- Eine eindringende Imprägnierung auf eine alte, dichte Beschichtung auftragen.
- Auf die Probe verzichten und vom Ergebnis auf der ganzen Fläche überrascht werden.
Häufige Fragen
Wie prüfe ich, ob der Untergrund saugfähig genug ist?
Gib etwas Wasser auf die Oberfläche. Zieht es ein und dunkelt nach, ist der Untergrund saugfähig und bereit für das Mittel. Perlt das Wasser ab und bleibt stehen, ist das Material wenig saugfähig oder trägt noch Reste eines früheren Schutzes.
Wie lange sollte der Untergrund nach dem Waschen trocknen?
So lange, bis die Oberfläche auch knapp darunter trocken ist. Die Zeit hängt vom Wetter und vom Material ab, deshalb warte im Zweifel lieber länger als zu kurz.
Muss jede Oberfläche geschliffen werden?
Nein. Das Schleifen betrifft vor allem Holz, das vergraut und rau wird. Auf Pflastersteinen und Fassade zählen vor allem gründliche Reinigung und Trocknung.
Kann ich eine zuvor gestrichene Oberfläche imprägnieren?
Eine eindringende Imprägnierung braucht einen saugfähigen Untergrund, und eine dichte Farbschicht lässt sie womöglich nicht durch. Prüfe, ob das gewählte Mittel für eine solche Oberfläche geeignet ist, oder entferne die alte Schicht.



